Datum & Uhrzeit

Sonntag, 22. September 2024

11:00 Uhr

Ort

Pianohaus Bert Kirsten – Festsaal

Hauptstraße 96
01833 Dürrröhrsdorf-Dittersbach

Streichquartett mit Werken von Smetana und Borodin

Das Quartett ist die bedeutendste Gattung der Kammermusik. Es entstand im 2. Drittel des
18. Jh. aus der barocken Triosonate und erreichte seine Blütezeit in der Wiener Klassik und
der frühen Romantik. Die Programmauswahl für unser Streichquartettkonzert bietet hierbei
Werke von Komponisten, die trotz der hohen kompositorischen Qualität eher selten gespielt
werden.

Auszug aus dem Programmheft

Alexander Borodin 1833 – 1887

Die musikalische Begabung von Alexander Borodin zeigte sich früh. Er wuchs als uneheliches
Kind bei seiner Mutter auf, die ihn sehr unterstützte. Da man in der Literatur keine Lehrer
findet die ihn unterrichteten kann man davon ausgehen, daß er Deutsch, Französisch,
Italienisch, Englisch, Klavier, Flöte und Cello autodidaktisch gelernt hat.
Sein Interesse galt der Chemie, der Medizin und der Musik gleichermaßen.
1858 promovierte er zum Doktor der Medizin und wurde 1862 zum Professor für Chemie in
Sankt Petersburg berufen.
Ab 1862 widmete er sich aber wieder verstärkt der Musik.
Im Sommer 1881 entstand das Streichquartett Nr. 2 D-Dur, das seiner Frau gewidmet ist.
Seine Werke sind von „russischer Volksmusik, auch von impressionistischer Farbgebung, die
an Debussy gemahnt, und orientalischem Kolorit geprägt“. Korff S.45
Auch diesem Quartett hört man die russische Melodik an.
Der lyrische 3. Satz macht dieses Werk populär.

Literatur: Kammermusikführer Harenberg 1997

Bedrich Smetana 1824 – 1884

Das begabte Kind nahm eine rasante musikalische Entwicklung.
Smetana wurde dabei vor allem von seinem Vater, einem Amateurgeiger, unterstützt.
Ab 1843 studierte er in Prag Musiktheorie, gab selbst Klavierunterricht und gründete 5 Jahre
später eine eigene Musikschule.
1856-1861 ging er nach Göteborg und leitete in Schweden die Philharmonische Gesellschaft.
Außerdem musste er Abonnementskonzerte leiten und Kammermusikkonzerte organisieren.
Nach seinen Jahren in Göteborg kehrte Smetana in sein Heimatland zurück, um in der
Hauptstadt Prag viele seiner bekanntesten Werke zu komponieren.
Neben seinen Orchesterwerken und Opern nimmt die Kammermusik einen hohen
Stellenwert ein. Er fand seinen nationalen Stil, auch als Zeichen seiner
Heimatverbundenheit.
So entstand zwischen 1874 und 1879 der Zyklus „Mein Vaterland“, darunter „Die Moldau“.
1876 komponierte Smetana das Streichquartett e-Moll „Aus meinem Leben“.
Das Quartett könnte eine“ Autobiographie in Tönen“ sein.
Seit 1874 war Smetana ertaubt. Umso erstaunlicher ist es, dass er trotz seiner Erkrankung
nachwievor in der Lage war ein so großes Werk zu komponieren.
Der 4. Satz des e-Moll Quartetts beginnt für die Violine in einer extrem hohen Lage, was auf
den Beginn seiner Erkrankung hinweisen könnte.
1880 erfolgte der Durchbruch des Werkes unter der Leitung von Franz Liszt.

Literatur: Villa Musica Kammermusikführer, Kammermusikführer Harenberg 1997

Ausführende

Cornelius Köhler, Violine

Adela Drechsel, Violine

Maria Pavlova, Viola

Tobias Bäz, Violoncello

Eintritt:

Erwachsene 15 € / Ermäßigt 10 €

Kartenvorbestellung:

kontakt@cornelius-koehler.de / an der Konzertkasse